Das Verweisen von Gegenständen

Wie in Allgemeines zur Fährtenarbeit schon beschrieben, habe ich früher die Gegenstandsarbeit gleich mit in die Fährte eingebaut. Dies brachte beim Hund aber immer ein gewisses Maß an Verwirrung mit sich, da mit Erreichen des Gegenstandes, die Sucharbeit unterbrochen wurde.

Natürlich hatte ich zu Anfang, nur am Ende einer Fährte einen Gegenstand, der nach verweisen belohnt wurde. Aber was war mit der Belohnung für die richtige Sucharbeit ?

Aus der Unterordnung kannte ich das Teilen von Übungen in verschiedene Schritte. Waren sie erfolgreich gelernt, setzte man sie wieder zusammen. Solche zusammengesetzten Übungen prägen sich sehr viel besser ein und das Endergebnis ist korrekter.

Irgendwie musste ich also einen Weg finden, das Verweisen von Gegenständen extern zu üben.

Die Lösung fand ich einmal mehr im Internet. Ein Mitglied der Fährtenhundforums hat auf ihrer HP aussagekräftige Videos, so könnte es klappen.

http://www.eyron-braveheart.de/eyron.htm

Und so habe ich es aufgebaut.

Der Hund wird abgelegt und der Gegenstand wird ihm vor die Pfoten gelegt. Kommando „Zeig´ den Gegenstand“. Schaut der Hund den Gegenstand an, wird er unverzüglich mit einem Leckerchen getauscht. Dieses wiederholt man bis es vorzüglich klappt und der Hund ggf. den Gegenstand schon mit der Nase an stupst. Dann wirft man den Gegenstand ca. einen halben Meter vom Hund entfernt auf den Boden und schickt den Hund mit Hand zeig und Kommando zum Gegenstand. Dieses macht man auch wieder, bis er sofort zum GS läuft, sich davor legt und den GS mit schauen oder stupsen anzeigt.

Wobei die Kommandos von mir ausgesucht wurden und sicher zu variieren sind.

Da die Belohnung immer prompt folgt, lernt der Hund es sehr schnell und verweist die Gegenstände gerne.

Ich übte dieses Verweisen mehrere Male in der Woche. Man kann diese kleine Übung überall schnell einbauen, auf Spaziergängen, zu Hause oder wo auch immer. Hauptsache man hat einen Gegenstand und Leckerchen dabei.

Es sollte auch möglich sein, das gerade und somit exakte Verweisen für die Fährte in dieser Form zu üben. Vielleicht wäre es zu überlegen, dies noch mit einem Klicker zu kombinieren.

Bei meinen beiden Irish Terriern, die das Fährten und Stöbern erst im fortgeschrittenen Alter erlernten, hat diese Methode jedenfalls hervorragend geklappt. Und ich konnte sie erfolgreich in die Fährtenarbeit wie auch in die Stöberarbeit integrieren.


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